Qualitätssicherung im Verbund der GWG
In der GWG sind ausschließlich PsychologInnen (mit Diplom- oder Masterabschluss), sowie spezialisiert Fachärzte tätig. Die meisten der GWG-KollegInnen sind darüber hinaus durch relevante Zusatzausbildungen (z.B. als psychologische PsychotherapeutInnen oder MediatorInnen) und einschlägige Forschungsarbeiten zusätzlich qualifiziert. Viele KollegInnen sind Fachpsychologen für Rechtspsychologie (BDP) und/oder öffentlich beeidigte und bestellte Sachverständige.Die Sachverständigen sind teilweise hauptberuflich, meist aber nebenberuflich als GutachterInnen tätig. Zur Philosophie der GWG und der mit der GWG assoziierten Sachverständigen gehört, sich auf einzelne Gutachtensfelder zu spezialisieren, um darin eine erhöhte Fachkompetenz zu erwerben.
Die GWG betreibt fortlaufend interne Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Begutachtungen und Weiterbildung der Sachverständigen. Zu diesen Maßnahmen gehören u.a.:
- Kontinuierliche Auswertung der relevanten psychologischen Fachliteratur und aktuellen Rechtsprechung. Die Ergebnisse werden allen in der GWG organisierten KollegInnen zur Verfügung gestellt;
- Ein internes, elektronisches Diskussionsforum für alle in der GWG organisierten KollegInnen zum Austausch über Literatur, Vorgehen und diagnostische Verfahren usw. bei spezifischen Fragestellungen und Fallkonstellationen;
- Bereitstellung und Schulung bzgl. vielfältiger psychodiagnostischer Verfahren für Erwachsene, Kinder und Beziehungen in Familien;
- Regelmäßige Weitergabe von Fachkenntnissen, die der einzelne Sachverständige auf Fort-und Weiterbildungstagungen erworben hat;
- Durchführung einer jährlichen, mehrtägigen Tagung für alle GWG-Kolleginnen, sowie für einzelne geladene andere Sachverständige und am Verfahren beteiligte Berufsgruppen, zu relevanten Themenbereichen mit internen und externen ReferentInnen (Schwerpunkte z.B.: 2010: Lösungsorientierte Begutachtung; 2011 Hilfen bei Kindeswohlgefährdung; 2012 Qualitätsstandards für Begutachtung);
- Mindestens vierteljährliche, themenspezifische Fortbildungen im Rahmen von Fachtagen / Workshops in München und teilweise auch an anderen Orten mit vielen GWG-Kolleginnen mit internen und externen FortbilderInnen;
- Monatliche Fachteams zur Diskussion relevanter Literatur, Forschungsergebnisse, Tagungen und Rechtsprechung. Vertiefende Vorträge zu spezifischen Themen;
- Wöchentliche Fallteams zur Vorstellung von Gutachtenfällen in anonymisierter Form zur Kontrolle der Angemessenheit des Vorgehens und Vermeidung einseitiger Wahrnehmung;
- Supervision von schriftlichen Gutachten in anonymisierter Form zur Kontrolle der Angemessenheit der Schriftfassung.
Die GWG ist auch nach außen aktiv an der Weiterentwicklung von Qualität in der psychosozialen und juristischen Arbeit zu familienrechtlichen Themen engagiert:
- Aktuelle Beteiligung an der derzeit laufenden Entwicklung von fachlichen Standards der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), sowie frühere Mitautorenschaft bei der Verfassung der Richtlinien für die Erstellung Psychologischer Gutachten seitns des Bundes Deutscher PsychologInnen (BDP);
- Mitautorenschaft bei beim Elternratgeber „Eltern bleiben Eltern“ der DAJEB;
- Regelmäßige Fachpublikationen zu Aspekten der familienrechtspsychologischen Begutachtung; darunter die Verfassung des Standardwerkes „Familienpsychologische Begutachtung (inzwischen 5.te Auflage), sowie Kapitel in Lehrbüchern in den Fächern Psychologie (Kury & Obergfell-Fuchs 2012) und Rechtswissenschaften (Schulz & Hauß 2012);
- Mitarbeit in interprofessionellen Gremien zu Fragen des Familienrechts (z.B. im Vorstand des Deutschen Familiengerichtstages DFGT, im Vorstand des Bayerischen Familienrechtstages, Teilnahme an vielen Runden Tischen u.a.);
- Erwerb von Expertenwissen im Rahmen von wissenschaftlichen Tätigkeiten z.B. bzgl. Hochkonfliktfamilien oder Lösungsorientierter Begutachtung;
- Referenten- und Fortbildungstätigkeit für verschiedene Berufsgruppen, die am Scheidungs- und Trennungsgeschehen beteiligt sind;
- Eigene Fort- und Weiterbildungen in relevanten Bereiche wie etwa zur Bindungsforschung, Elterntrainings (z.B. "Kinder im Blick") etc.